Archiv: Die Sprache der Steine – Was sagen Steinartefakte über das Leben der bandkeramischen Menschen aus?
Das bandkeramische Steininventar von Frimmersdorf 85 (Oliver Prade)
Der Fundplatz Frimmersdorf 85 lag bei Jüchen, Kreis Neuss, Gemarkung Garzweiler. Neben mittelalterlichen und michelsbergerzeitlichen Befunden wurden die Grundrisse von vier bandkeramischen Häusern entdeckt, die in die für das Merzbach definierten Siedlungsphasen XII und XIII der jüngeren Linearbandkeramik eingeordnet werden. 
Von den 64 dort gefundenen Steinartefakten können 29 zu den Silices (Feuersteinen) gerechnet werden, während 28 Felsgesteinartefakte und ein Abschlag aus sandsiltigem Eisenerz (Rötel) vorliegen . Außerdem wurden noch drei natürliche Trümmer und drei Gerölle aus Felsgestein gefunden.
Die Auswertung hat trotz der geringen Fundmengen ergeben, dass der Weiler Frimmersdorf 85 als "Empfänger-Siedlung" angesprochen werden muss.
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