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Von der Entwicklung frührömischer Holzbauten bis zur steinfundamentierten Villa rustica am Fundplatz HA 412
Weniger als 1,5 km südlich der römischen Landstraße, die von Köln über Jülich nach Bavai führte, wurde um die Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. ein ländliches Gehöft vom Typ Villa rustica gegründet. Der Fund eines aufwendig in Niellotechnik verzierten Jochknopfes eines Wagens und das Fragment einer Theatermaske zeigen an, daß die Bewohner des Hofes einen gewissen Reichtum erwirtschaftet hatten.
Das Hauptgebäude und mehrere Wirtschaftsbauten waren als Steinsockelbauten errichtet und lagen in einem, durch Umfassungsgräben abgegrenzten viereckigen Areal. Weitere, außerhalb des Gehöfts an die Umfassungsgräben anschließende Gräben markierten offensichtlich zum Hof gehörige Wirtschaftsparzellen. Die Villa rustica stellte jedoch nicht die erste römerzeitliche Siedlung dieses Ausgrabungsplatzes dar.
Auf dem Gelände fanden sich zwei aufeinanderfolgende frührömische Vorgängersiedlungen, deren Häuser in Holzbauweise errichtet waren und zum Teil von der späteren Villa rustica überlagert wurden.



