Auch dieses Jahr haben zahlreiche Besucher die Arbeit der Archäologen hautnah kennengelernt! Hier einige Eindrücke der verschiedenen Attraktionen:
Die diesjährige Fahrt mit dem kostenlosen Shuttle-Bus führte zu einer Ausgrabung im Vorfeld des Tagebaus Garzweiler. Dort wurden die Erkenntnisse, die die Archäologen zum einst dort befindlichen Gutshof der mittleren römischen Kaiserzeit gewonnen haben durch Schautafeln sowie vor allem durch fachkundige Erläuterungen durch Ausgrabungsbeteiligte vor Ort erläutert. Neben kleinen Öfen wurden die mächtigen Pfostenfundamente eines einstigen Wirtschaftsgebäudes sowie verfüllte Brunnen im Erdbefund präsentiert.
Zudem wurde eine neue Methode der Luftbildarchäologie (mittels Drohneneinsatz) erläutert.
Durch den Fund eines spätbronzezeitlichen Fragments einer Gussform am Tagebau bei Düren-Merken entstand die Idee am Tag der Archäologie 2024 Bronzeguss nach prähistorischem Vorbild zu zeigen. Funde von metallurgischen Gerätschaften treten im archäologischen Befund nur sehr selten auf, bieten aber die Möglichkeit unter Zuhilfenahme der Experimentellen Archäologie die prähistorischen Handwerkstechniken zu rekonstruieren. Auf die praktische Erforschung haben sich Studierende der Ruhr-Universität Bochum spezialisiert, die zum Tag der Archäologie ihre Werkstatt im Eisenzeitdorf aufgebaut haben. Zum Einsatz kamen authentische Repliken von Tiegeln, Düsen und Blasebälgen der späten Bronzezeit. Neben Beilen wurden auch Lanzenspitzen, Messer und Anhänger aus Bronze in Formen aus Stein und Lehm gegossen.