Logo Stiftung Archäologie im rheinischen Braunkohlenrevier
Foto zeigt mehrere Gebäude einer eisenzeitlichen Hofanlage.

Beiträge zur urgeschichtlichen Landschaftsnutzung im rheinischen Braunkohlenrevier (LANU)

Franziska Schmid

Die durch den Braunkohlentagebau im Rheinland hervorgerufene Situation bietet eine besondere Chance für die Archäologie die großräumige Landschaftsnutzung vergangener Epochen von der Altsteinzeit bis in die Neuzeit besser zu verstehen. Innerhalb von drei Teilprojekten (siehe unten) werden unterschiedliche archäologische Methoden in Hinblick auf verschiedene Fragestellungen angewandt. Das Projekt unterstützt hierbei eine praxisnahe, fächerübergreifende und moderne Ausbildung von Studenten und wissenschaftlichem Nachwuchs.

1. Geophysikalische Prospektion

Mithilfe geophysikalischer Methoden können archäologische Befunde zerstörungsfrei und ohne Bodeneingriff untersucht werden. Die Geomagnetik misst unterirdische Störungen im Erdmagnetfeld und stellt die Ergebnisse in einem Magnetogramm dar. Archäologische Befunde, von prähistorischen Pfostenbauten bis modernen Fundamenten, werden sichtbar gemacht. Im Rahmen der Aktivitäten FR 2017/0059 und FR 2016/0007 wurden im Vorfeld des Tagebaus Garzweiler mit dieser Methode archäologische Befunde entdeckt, die sich über eine Fläche von 3,5 Hektar erstrecken. Es handelt sich hierbei um eine nahezu kreisrunde Struktur, die möglicherweise als Graben angelegt wurde, mit einem Gesamtdurchmesser von ca. 25 m. Diese Struktur ist umgeben von linearen Befunden, die eine Art rechteckige Einfriedung bilden. Die Funktion dieser Befunde sowie deren Datierung ist noch nicht geklärt. Informationen dieser Art können durch zukünftige Grabungsschnitte gewonnen werden, welche dank der Geomagnetik zentimetergenau im Bereich der archäologischen Befunde geplant und angelegt werden können. Auf diese Weise kann mit geringem Zeit- und Kostenaufwand eine wissenschaftliche Untersuchung der Fundstelle gewährleistet werden. [...]

Vollständiger Text zum Download (PDF, 401 KB)

Kontakt: Prof. Dr. S. Scharl,

Das Foto zeigt die Verwendung des Bartington-Magnetometers im Vorfeld des Tagebau Garzweiler

Foto: S. Geicht

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AUSSTELLUNG
Im Tod unsterblich - Archäologie im Rheinland

bis 18.02.2024

LVR-Landesmuseum Bonn

Die „Archäologie im Rheinland“ widmet sich in diesem Jahr Gräbern von der Jungsteinzeit bis in die Neuzeit. Anhand von Neufunden, aber auch weiteren ausgewählten Grabfunden mit teils spektakulärer Ausstattung beleuchtet sie, wie menschliche Gemeinschaften mit ihren Verstorbenen umgingen und welche Rückschlüsse Archäologinnen und Archäologen daraus ziehen.
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SEHENSWERT

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"Archäologietour Nordeifel Digital 2020"

Die Archäologietour Nordeifel musste 2020 aufgrund der Corona-Pandemie leider entfallen. Alternativ präsentieren das LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland und die Nordeifel Tourismus GmbH zwei Bodendenkmäler online: die Motte Zehnbachhaus und die Grube Glücksthal.

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„Dem Neandertaler auf der Spur“
In der Live Führung erfahren Sie alles zum wohl berühmtesten Humanfossil der Welt.

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"Archäologie - was ist das überhaupt?"
Im Neanderthal Museum erhalten Sie einen Einblick in den Beruf des Archäologen. Archäologen suchen in der Erde nach den Spuren aus der Vergangenheit. Wie sie dabei vorgehen und wie die Funde ausgewertet werden, erfahren Sie von der Volontärin Miriam.

"Feuer machen wie in der Steinzeit"
In der Steinzeitwerkstatt im Neanderthal Museum wird gezeigt, wie die Neanderthaler ohne Feuerzeug oder Hilfsmittel Feuer gemacht haben.
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