Konservierung und Restaurierung archäologischer Objekte eines merowingerzeitlichen Gräberfeldes aus Inden-Pier
Im Dezember 2020 wurde mit dem letzten Restaurierungsabschnitt des Projekts Inden-Pier begonnen. Aus zehn unterschiedlichen Aktivitäten waren zunächst noch 684 Funde zur Bearbeitung übrig. Lediglich für die Objekte der Aktivität WW 2011/0090 und ein paar ausgewählte Stellen der Aktivität WW 2016/0031 war aktuell eine wissenschaftliche Aufarbeitung vorgesehen, weshalb der Fokus der konservatorischen wie restauratorischen Bearbeitung auf diese Aktivitäten gelegt wurde.
Im Zeitraum vom 1. Dezember 2020 bis 30. November 2022 wurden daher insgesamt 209 Objekte unterschiedlichster Materialität restauriert, sodass die Masterstudentinnen Frau Lara Woydt und Frau Svenja Biedinger die wissenschaftliche Auswertung der bearbeiteten Funde mit in ihre Abschlussarbeiten aufnehmen konnten.
In enger Abstimmung mit Frau Woydt, der die wissenschaftliche Aufarbeitung der meisten Objekte zufiel, wurden die Objekte vor der Bearbeitung nach ihrer Aussagekraft sortiert, um möglichst viele Objekte für eine detaillierte Auswertung zur Verfügung stellen zu können. Es sollten dabei zunächst Objekte bearbeitet werden, die für die Datierung wichtige Indizien liefern. Hierzu zählten hauptsächlich metallische Funde wie Speerspitzen, Gürtelbeschläge und Schnallen aber auch Keramikgefäße, denn die markanten Formen und Verzierungselementen dieser Objekte ermöglichen eine Datierung in die unterschiedlichen Phasen der Merowingerzeit.
Einige Objekte wurden dabei vollständig freigelegt, für Objekte mit massig aufliegenden Korrosionsprodukten wurde entschieden, sich auf eine investigative Freilegung der Oberfläche zu beschränken. Hierbei wird ein Objekt nur teilweise freigelegt, wobei ein Fokus auf die Bereiche gelegt wird, die für eine typologische Ansprache und Datierung von Bedeutung sind. [...]
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Kontakt: Marina.Westkamp@lvr.de
links: Tauschierter Gürtelbeschlag und Schnalle nach der Restaurierung, rechts: Zustand der Objekte vor der Restaurierung im Röntgenbild - Die tauschierten Bereiche des Beschlages zeichnen sich gut sichtbar ab, Inv.-Nrn. 2014.393,1-1 und 2014.393,2-1 (Foto – Stella Oppl, Röntgenaufnahme - Holger Becker, LVR-LandesMuseum Bonn/Bildmontage - Marina Westkamp, LVR-LandesMuseum Bonn)